Das Hirtenhaus in Gras-Ellenbach und seine Geschichte
Eine besondere Sehenswürdigkeit in Gras-Ellenbach ist das Hirtenhaus in der Güttersbacher Straße Nr. 13. Dieses wohl älteste und kleinste Gebäude des Ortes, das sich heute recht schmuck darstellt, diente einst als Wohnung des Gemeinde-Sauhirten, später als "Gemeinde-Armenhaus" (Ehrig 1979).
Laut Inschrift wurde das Haus im Jahre 1770 erbaut.
Jost schreibt 1952: "Der Schweinehirt bewohnte das 'Sauhirtshäuschen' (das spätere Gemeinde-Armenhaus) das zu jener Zeit in zeimlicher entfernung von den übrigen am Rande sumpfiger Wiesen und stattlicher Eichenbestände lag, in die der Schweinehirt die Schweihe trieb. Nach diesen Sauwiesen hatte der spätere Ortstein "Säuwasen" seinen Namen erhalten. Nach mündlicher Überlieferung soll vor disem Häuschen bis ins 19. Jahrhundert hinein eine mächtige hohle Eiche gestanden haben, in der sich ein Bockstall befand. erstaunlich ist auch zu hören, dass in diesem Häuschen, dem kleinsten unserer gemeidne, im 19. Jahrhundert ienmal fünf Kinderreiche Familien gewohnt haben sollen."
Zeitweise wohnten in diesem Hirtenhäuschen verschiedene Besenbinder-Familien, die sich einem der früher typischen Gewerbe Gras-Ellenbachs widmeten, dem Besenbinden.
(Quelle: Grasellenbach,Natur-Kultur-Geschichte/Dr. P. W. Sattler und Markus Röth/Geiger-Verlag, Horb am Neckar)


Das Hirtenhaus in Gras-Ellenbach



